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Düsseldorf, 30. August 2013

Der Inhalt der Briefe an die Himmelgeister Kastanie sind sehr unterschiedlich. Alt und Jung schreiben aus Nah und Fern, schreiben von ihren Sorgen, Nöten, Ängsten und Freuden. Menschen berichten von ihrer Beziehung zu Bäumen, übersenden Fotos, bitten um Tipps zur Baumpflege, Gründung einer Bürgerinitiative usw. Sie schreiben aus dem Knast, aus dem Alten - Pflegeheim, dem Kindergarten, der Schule, aus dem Urlaub und von zu Hause. Liebe, Tod, Krankheit, Trennung, Freude, Klima/Baumschutz, Hoffnung, Neugierde, Poesie, Kunst, all diese Themen spielen eine große Rolle in den sehr persönlichen Briefen, welche von Andreas Vogt alle persönlich beantwortet werden. Nach einem Briefwechsel mit dem elfjährigen Paul Freches aus Bonn besuchte Paul mit seiner Oma und Opa auf Einladung von Baumgeistsekretär Andreas Vogt am Freitag, den 30.08.13 die Himmelgeister Kastanie. Pauls Opa hatte in der Zeitung von der Kastanie in Düsseldorf gelesen und dem Jungen davon berichtet. Paul Freches, Schüler des Beethovengymnasiums in Bonn arbeitet aktuell an einem einjährigen Schulprojekt. Er begleitet für ein Jahr einen Baum ( Kastanie ) durch alle Jahreszeiten, beobachtet und beschreibt ihn, sowie seine Gedanken und Erlebnisse. Das alles gipfelt in einem Baumbuch und hoffentlich einer TOP Schulnote. So wird auch die Himmelgeister Kastanie in seiner Arbeit beschrieben. Natürlich beteiligt sich Paul beim aktuellen Fotowettbewerb "Bäume Umarmen"  und zeigte sich von der Himmelgeister Kastanie und der Arbeit des Freundeskreises stark beeinduckt. Baumgeistsekretär Andreas Vogt war ebenfalls von Pauls Ansichten über Bäume erfreut und schenkte dem Jungen eine CD mit dem Lied "Stark wie ein Baum", ein Postkartenset und eine Himmelgeister Baumgeisttasse. Paul hat der Himmelgeister Kastanie ein schönes Gedicht geschrieben. Sicherlich war er nicht zum letzten Mal an der Himmelgeister Kastanie zu Besuch. Und vielleicht wird er ja auch einmal eines Tages ein Baumgeistsekretär - von der Himmelgeister Kastanie ? Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.
 
Die Himmelgeister Kastanie
 
Vor unserer  Stadt, leider nicht  in unserem Garten,
da steht ein Baum, ich kann es kaum erwarten.
Noch sind die Äste kahl und schmucklos ohne Blatt,
dass schuldet uns der Winter, weil der so wenig Sonne hat.
Doch wenn der Frühling kommt schon bald,
dann grünen alle Bäume in Feld und Wald.
 
Und bald schon steht der Baum in voller Blütenpracht,
oft rot und weiß die Blüten sind ganz zart.
Doch nach und nach verliert er seine Blütenpracht,
dass dauert viele Wochen und geht nicht über Nacht.
 
Und aus den bunten Blüten fein,
entwickelt sich manch kleines Igelein.
Und sie umschließen sorgsam fest,
die kleine Frucht in ihrem Nest.
 
Erst mit der Zeit verlässt die braune Frucht,
das Nest, weil sie das Weite sucht.
Sie springt herab vom hohen Baum,
leicht wie ein Vogel, man glaubt es kaum.
Hier liegen sie herum für jedermann,
der sie getrost nach Hause tragen kann.
 
Und unser Baum sieht nun sehr trostlos aus,
an seinen Ästen hängt jetzt kein Blatt und auch kein Igelhaus.
Doch wenn die Sonne kommt im nächsten Jahr,
dann grünt und blüht er wieder, und das ist wunderbar.
 
Und du wirst sehn, denn die Natur sie zeigt sich da als Meister
und  lässt sie grün und blühn die Kastanie der Himmelgeister.